Schoolboy Q: Blank Face LP Me no conversate with the fake

Joshua Kuhn/ Musik

Wie bereits angekündigt habe ich mich für euch in Schoolboy Q’s neues Werk reingehört. Ich hatte von Anfang an hohe Erwartungen – vor allem nach dem „THat Part“ -Release – und wurde keineswegs enttäuscht. Im gewohnten Gangster-Groove meldet sich der bekennende Gangsterrapper zurück ins Game. Mit überzeugender Begleitung: seine Feature-Liste reiht Hochkaräter an Hochkaräter.

Neben dem bereits erwähnten Kanye West auf „THat Part“ läuft Vince Staples auf einen druckvollen Bassbeat auf – was entsteht ist ein kraftvolles Gang-Culture Brett. Candice Pillay liefert einen psychodelischen Gesangspart zu „Whateva U Want“, Jadakiss ist vertreten auf dem Track „Groovy Tony / Eddie Kane“. Er ist angelehnt an den berühmten Drogenboss Tony Montana aka. „Scarface“ sowie ann Eddie King Jr., einem drogensüchtigen Musiktalent aus dem Film „The Five Heartbeats“. Mittlerweile auf keinem Westcoast-Album fehlen darf Anderson .Paak. Er ist vertreten auf „Blank Face“ – besser gesagt er prägt es entscheidend. Ein weiterer Feature-Gast, der Q auf seinem eigenen Album übertrifft. Umso bedauernswerter, dass Anderson .Paak sich für zukünftige Features nicht mehr zur Verfügung stellen will, wie er bekannt gegeben hat.

Apropos Westcoast: für die düstere Gangsterhymne „Dope Dealer“ konnte Schoolboy eine echte Legende des Westcoast an Land ziehen: E40. Dieser konnte bereits auf Yo Gottis Album „The Art Of Hustle“ überzeugen („Law“). Miguel liefert eine saubere Gesangs-Hook auf „Overtime“ und auch Lance Skiiiwalker ist vertreten („Kno Ya Wrong“). Was jedoch sehr verwundert ist der Fakt, dass dieser der einzige Labelkollege auf dem Album ist. Weder Jay Rock, Ab-Soul noch Kendrick Lamar sind zu hören. Meiner Meinung nach der einzige Mangel an einer sonst sehr stilsicher gewählten Gästeliste – oder vielleicht sogar doch ein Statement?

Wie auch immer, was dabei rauskommt ist ein verruchter Hoodreport à la Schoolboy mit ein paar echten Brettern. Zum Schluss noch einer meiner Lieblingstracks des Albums: „By any Means“.

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