Mac Miller: The Divine Feminine It's all about the love

Joshua Kuhn/ Musik

Das neue Album Mac Millers ist gefühlvoller und gleichzeitig musikalisch interessanter denn je. Auf „The Divine Feminine“ geht es um Liebe, Zärtlichkeit und Respekt. Gegenüber Frauen, aber auch gegenüber dem Universum, wie er in einem Interview erzählt:

„Treating the world how you’re supposed to treat a female is awesome. The more you make love to it and the less you try to fuck it, the better it all becomes for you.“

So ist es kein Wunder, dass sein erstes Feature des Albums seine Flamme Ariana Grande ist, wenn auch nur mit dem Intro zu „Congratulations“. Doch dieser Track gibt schon einen guten Einblick davon, in welche Richtung die Reise geht. Zarte Klavierklänge, Streicher, Choreinlagen zu romantischer Melodie: Mac trifft genau auf den Nerv der heutigen Zeit. Mac Miller beweist eindeutig Eier und zeigt Fahne gegen alle negativen Vibes des Rap-Genre. Neben all den Gangster-Rappern bietet der locker leicht über Jazztöne fliegende MC eine erfrischende Abwechslung und zeigt einer gefühlsverkrüppelten Gesellschaft, auf was es wirklich ankommt.

Dass auf so einem Album auch Anderson .Paak zu finden ist, ist kaum eine Überraschung. Was allerdings neu ist, auch er schafft es seine softe Seite zu zeigen um zusammen mit Miller seine alte Freundin wiederzugewinnen. Bei einer solch smoothen Hook sicherlich mit Erfolg. „Stay“ behandelt inhaltlich dasselbe Thema, die Melodien bleiben jazzlastig.

Ty Dolla $ign liefert einen absoluten Hammerpart zu einem meiner persönlichen Lieblingstracks: „Cinderella“ ist über Liebe und Liebe machen und hat einen ganz außergewöhnlichen Beat. Das Outro gipfelt dann in einer balladenartigen Gesangseinlage Mac „Larry Lovestein“ Millers. Der Track „Soulmate“ ist seiner Freundin Ariana Grande gewidmet: „You were the one to show me, divine love, love, love,love“. Diese hat auch nochmal einen kleinen Auftritt im friedlich romantischen „My Favorite Part“.

Das Ende allerdings steht in einem so stark von Jazz und Funk beeinflussten Album nur einem zu: King Kendrick höchstpersönlich. Und dieser lässt es sich nicht nehmen, auf „God is Fair, Sexy Nasty“ seinen Status zu begründen. Mit unglaublich viel Gefühl, Passion und Flow liefern die beiden eine würdige Ballade über die Liebe zum Leben. Im Outro erzählt Mac’s Großmutter dann noch eine bewegende Liebesgeschichte über ihren Mann und sorgt damit endgültig für Gänsehaut und Tränen. So findet ein wundervolles Album ein Ende, dass menschlicher, liebevoller und schöner kaum sein könnte.

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